• Timo Eifert

Wieviel Beweise brauchst du noch?

Ich bin ein Sucher und war es schon immer. So haben mich zumindest schone viele aus meiner Familie und aus meinem Freundeskreis bezeichnet. Und es stimmt. Ich war ein Sucher, aber ich bin es nicht mehr. Denn man kann nicht finden, was es nicht gibt. Und wenn man etwas nicht finden kann, muss man es auch nicht suchen. Die Rede ist von der Wahrheit.

Mit dieser Suche war und bin ich nicht allein, denn der Mensch hat zu allen Zeiten etwas gesucht, das über ihn selbst und sein materielles Leben hinausgeht. Wir suchen etwas, das wir Wahrheit, Gott oder Realität nennen; etwas, das nicht durch Umstände, Gedanken oder das Menschsein beeinträchtigt werden kann. Diese Suche ist geprägt von Fragen: worum geht es eigentlich? Hat das Leben überhaupt einen Sinn? Wie soll ich leben? Was soll ich tun? Gibt es etwas in mir, das über dieses Leben hinausgeht?


Lass’ die Finger von der Wahrheit.


Und weil wir dieses Unbeschreibliche, das tausend Namen trägt, bisher noch nicht gefunden haben, haben wir Geschichten entwickelt – Geschichten über einen Erlöser oder über ein Ideal, dem wir nacheifern sollen. Geschichten an sich sind nicht das Problem. Das Problem ist, dass wir irgendwann angefangen haben, unsere Geschichten zu glauben, und diese Geschichten dann Wahrheit genannt haben. Diese Wahrheiten erzeugen bis heute eine Flut von Gewalt. Gewalt gegen andere und Gewalt gegen uns selbst. In diesem ständigen Kampf, den wir Leben nennen, versuchen wir einen Kodex des Verhaltens aufzustellen, der der Gesellschaft und der Geschichte entspricht, in der wir aufgewachsen sind. Nur die wenigsten strecken ihren Kopf über das Bestehende hinaus und stellen Fragen. Wir akzeptieren diese geformte und digital genormte Lebenshaltung als Bestandteil unserer Geschichte.

Ich bin gläubig, nicht religiös. Ich folge Gott und dem Vorbild von Jesus, aber keiner Religion.

Und wir halten Ausschau und sind auf der Suche nach jemanden, der uns sagt, was rechtes und falsches Betragen ist, was rechtes oder falsches Denken ist; und indem wir uns nach dieser Norm ausrichten, wird unser Verhalten, unser Denken mechanisch, werden unsere Reaktionen automatisch. Wir können das sehr leicht an uns und den meisten, die uns umgeben, beobachten. Unsere Kinder stellen noch Fragen, viele Fragen. Und wir haben keine Antworten. Damit wir diese Leere nicht spüren, setzen wir unsere Kinder vor den Fernseher und betäuben uns selbst mit digitalen Medien. Und die Massenhypnose geht weiter. Wir leben das Leben, das man uns auftischt. Wir leben aus der Geschichte der anderen. Wir sind Menschen aus zweiter Hand. Wir führen ein »Second hand«-Leben, weil wir keine eigene Geschichte haben. Wir sind das Resultat aller möglichen Einflüsse. In uns ist nichts Neues, nichts, das wir selbst entdeckt haben, nichts Ursprüngliches, Urtümliches, Leuchtendes. Viele religiöse Menschen folgen Dogmen und Geschichten, aber von ihnen geht keine Frische und Lebendigkeit aus, die durch das simple Vertrauen in Gott entsteht. Ich brauche keine Geschichte von Gott. Ich brauche den richtigen Gott. Ich folge keiner Religion, ich folge dem Vorbild von Jesus Christus. Das ist ein großer Unterschied.


Gott offenbart im Handeln. Gott offenbart sich durch die Liebe.


Die eigentliche Ursache der Unordnung in uns ist das Suchen nach einer Wahrheit, die uns von einem anderen versprochen wurde. Wir folgen mechanisch den Erfolgsversprechen der materiellen Geschäftswelt oder den Erfüllungsversprechen der spirituellen, esoterischen und religiösen Welt. Es ist höchst seltsam, dass, obgleich wir uns der politischen Tyrannei und Diktatur widersetzen, wir innerlich die Autorität, die Tyrannei eines anderen hinnehmen, die unser Herz und unser Leben verwirrt. Aber damit ist jetzt Schluss.


Unser Herz braucht keine Geschichten, die Bedingungen stellen.


Es will lieben. Bedingungslos. Jede Geschichte, die nicht von Liebe handelt, ist sinnlos, weil sie uns nicht hilft. Und deshalb müssen wir auch nichts suchen, sondern nur das Entdecken, was schon da ist. Die Liebe in uns selbst. Die Liebe von Jesus Christus. Die Liebe von Gott.


Beende deine Suche. Sag ja.


Songtext: Die Antwort ist ja

Wie viel Beweise brauchst du noch,

um mit dem Lachen zu beginnen,

dem Reden aufzuhören

deine Antworten zu singen,

um zu verstehen,

den Weg endlich zu gehen.

Das Denken hilft dir nur bedingt,

es ist die Musik, die dich weiterbringt.

Das Denken hilft dir nur bedingt.


Lebe deinen Traum,

komm in den grenzenlosen Raum.

Wo alles möglich ist,

wo du sein kannst,

wer du bist.

Lebe deinen Traum,

komm in den grenzenlosen Raum.

Hier werden Wunder wahr,

und die Antwort heißt: JA.


Wann denkst du endlich mal an dich,

um deine Stärken zu verbinden,

den Stillstand zu verlieren

deinen Mut zum Leben finden,

komm’ endlich an:

tue es jetzt, nicht irgendwann.

Das Denken hilft dir nur bedingt,

es ist die Musik, die dich weiterbringt.

Das Denken hilft dir nur bedingt.



58 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen